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Erlebnisse einer einjährigen Weltreise.

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Südostasien Teil I

hinzugefügt von Patricia am 15 Jan 2012 um 18:51
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THAILAND
 
Bangkok
Zum Eingewöhnen... Wir fanden es dort gar nicht so schlimm wie alle anderen Touris, vielleicht weil wir eben nicht in der Kao San Road gewohnt haben sondern etwas außerhalb. Etwas nervig sind natürlich die vielen Anzugverkäufer und Tuktuk-Fahrer, die einen ständig anquatschen. Wieder kommen müssen wir so oder so - unser Rückflug geht schließlich von Bangkok und außerdem haben wir die Hälfte unseres Gepäcks (die dicken Klamotten aus Nepal, Schlafsäcke und Wanderschuhe) dort im Hostel gelassen. Und wir müssen ja auch noch ein paar Mitbringsel und Andenken kaufen ...
 
Kanchanaburi
Kleine Stadt nicht weit von Bangkok mit wunderschönen Gasthäusern am Fluss und guten Ausflugsmöglichkeiten (Erawan National Park und Tiger Tempel) und günstig zu mietenden Rollern.
 
Ayutthaya
Tempel-Stadt mit viel zu vielen Tempeln - danach hatten wir erst mal die Nase voll! Wir sind die Tempel mit dem Fahrrad abgefahren (der Fahrtwind war echt angenehm bei der Hitze), doch unser 5-Tempel-Ticket hat sich nicht so richtig bewährt - im Endeffekt waren wir damit in 3 Tempeln und für alle anderen mussten wir extra bezahlen ...
 
Lopburi
Für einen kurzen Zwischenstopp ganz okay, doch wenn man kein Affenfan ist und schon genügend Tempel gesehen hat, kann man die Stadt auch auslassen.
 
Chiang Mai
Mit dem Nachtzug ging's nach Chiang Mai, wo es riesige, super schöne Straßenmärkte (Night Market & Weekend Market) gibt. Von hier haben wir unsere 3-Tages-Trekkingtour gestartet und das Elefanten-Training gemacht. Die Stadt ist schön und man kann ziemlich viel unternehmen! Es gibt ein bayrisches Restaurant, das lecker hausgemachte Spätzle und Schnitzel serviert, und es gibt sogar Mc Donalds. Kühler war der Norden allerdings leider nicht wirklich ...
 
LAOS
 
Mekong River Cruse
Zwei Tage mit einem vollgestopften Boot auf unbequemen Holzbänken den Mekong hinunter schippern ... Irgendwann wird dann auch der Mekong langweilig und man versucht, sich die Zeit mit Karten spielen und lesen zu vertreiben - dabei muss man alle 5 Minuten eine andere Position einnehmen, weil alles schmerzt vom harten Holz.
 
Luang Prabang
Super schöne Stadt am Mekong gelegen mit netten schmalen Nebengässchen und französischem Baustil - hier hätten wir länger bleiben sollen! Leider hat uns das Wetter ein wenig in die Flucht geschlagen ...
 
Vang Vieng
Die Partystadt in Laos! Anstatt uns besoffen auf Treckerreifen den Fluss hinunter treiben zu lassen (Tubing genannt) haben wir uns ins Hinterland verkrochen und versucht, unseren ersten Kalksteinfelsen zu bezwingen. Unser erstes Outdoor-Klettererlebnis war aufregend und anstrengend mit super Aussichten! Nach einem Besoffenen-Erlebnis mit Pipimännern, Pipi auf der Straße, Hundeangriffen und runtergefallenem Grillfisch vor unserem Restaurant entschlossen wir uns am nächsten Tag weiter zu fahren und das Tubing zu lassen.
 
Vientiane
Mit der Hauptstadt von Laos sollte nur Luang Prabang mithalten können, doch wir müssen sagen, dass Luang Prabang tatsächlich tausendmal schöner war! Weil wir mal wieder nicht nachgedacht hatten, mussten wir anstatt drei Tage auf unser Visum fünf Tage warten (Wochenende + drei Werktage ;-)) und vertrieben uns die Zeit mit leckeren Fruchtshakes (für 60 Cent) Trinken (Lao Whisky gab's für 80 Cent die Flasche), Massagen für ca. 3 Euro die Stunde, gefälschte Handys in der klimatisierten Mall begutachten und, und, und ...
 
VIETNAM (etwas ausführlicher - hier gibt's ja noch keine Bilder)
 
Hanoi
Die Hauptstadt von Vietnam ist sehr hektisch, und es gibt viel zu viele Rollerfahrer! Der See in der Mitte der City ist dafür richtig schön, und viele Einheimische treffen sich dort auf den Parkbänken zum Angeln, Quatschen und Knutschen. Wir hatten auf Anhieb mal wieder ein Lieblingsrestaurant gefunden - mit der besten Pasta seit Australien. Richtige Pasta, keine Instantnudeln und auch nicht durch gekocht sondern al dente! Leider war es in Hanoi noch viel heißer als bisher, und so flüchteten wir von einem klimatisierten Cafe ins nächste ...
 
Halong Bay
Mit dem "Local Bus" fuhren wir von Hanoi nach Halong Bay City - keine Klimaanlage, keine Ventilatoren, dafür offene Fenster und Türen und ganz viel Dreck & Staub & Smog in Lunge & Nase. Schließlich wurden wir einfach an einer riesigen Hängebrücke rausgelassen und den schon wartenden Motorcycle-Fahrern überlassen. Das wir keine Ahnung hatten wohin, mussten wir uns wohl oder übel mit auf die Roller schwingen - mit Rucksack auf dem Rücken hinten aufsitzen und los geht's: ohne Helm und die Auffahrt in die entgegengesetzte Richtung hinunter ... Da wir Wochenende hatten, dauerte es diesmal etwas länger, ein Zimmer zu finden - die Stadt war überfüllt mit einheimischen Touristen und wir wurden teilweise bei Eintritt in ein Hotel mit einer Handbewegung und einem simplen "No" wieder weggeschickt. Schon jetzt ahnten wir, dass es nicht die beste Idee war, diese Tour auf eigene Faust zu unternehmen ...
 
Cat Ba Island
Am nächsten Morgen nahmen wir das Boot nach Cat Ba Island und schipperten noch ein wenig in der Halong Bay herum - viele aber schöne Touristenboote und eine wunderbare Landschaft. Wir schauten uns eine Höhle an und durften in einer einsamen Bucht, die nur mit einem kleinen Boot durch eine niedrige Höhle zu erreichen war, schwimmen gehen. Das badewannenwarme Wasser brachte leider nur geringe Abkühlung.
 
Abzocke!!!
Auf dem Boot bot uns der Guide der Gruppe ein Busticket vom Hafen in die Stadt an. Ca. 30 km Fahrt für 50.000 Dong pro Person. Auf unsere Frage, ob es einen "Local Bus" gäbe antwortete er mit ja und meinte der würde die Hälfte, also 25.000 Dong kosten. Also entschlossen wir uns diesen zu nehmen. Auf der Insel angekommen erfuhren wir, dass der "Local Bus" nur bis 12.00 oder 15.00 Uhr fährt obwohl auf dem Schild 18.00 Uhr stand. Der bereit stehende Minibus sollte dagegen 100.000 Dong pro Person kosten. Also fragten wir natürlich den Guide der Gruppe, ob er uns nicht doch ein Ticket für seinen Bus verkaufen könnte, doch dieser plapperte etwas davon, dass die Minibusfahrer und Motorradtaxifahrer ihn dann umbringen würden und er uns kein Ticket verkaufen könnte. Tja was nun? Die Minibusfahrer ließen nicht mit sich handeln, die Motorbikes sollten genauso viel kosten ...
Alle Busse, die eine Gruppe einluden, ließen uns, obwohl noch Platz, nicht mitfahren, da sie scheinbar tatsächlich bedroht wurden (wir konnten niemals mit einem Busfahrer alleine sprechen, bevor nicht jemand ihm etwas auf vietnamesisch zugebrüllt hatte). Sogar zwei Jungs, die nach dem Baden nach Hause fuhren und uns fragten, ob wir mit wollen, wollten nach einem kurzen Kommentar von einem nahe stehenden Einheimischen 100.000 Dong haben. Als der letzte Bus die letzte Gruppe aufsammelte (der Bus war quasi leer) spitzte sich die Situation zu und uns wurde der Weg in den Bus versperrt. Da wir danach die einzigen Weißen und damit ohne Zeugen gewesen wären, zogen wir es dann doch vor, in den Minibus einzusteigen, um schnell dort weg zu kommen. Der Fahrer war dann auch recht nett und verscheuchte auf meine Bitte sogar den gruselig aussehenden Mann, der mit uns mit im Bus fahren wollte.
So mussten wir also im Endeffekt den doppelten Preis bezahlen anstatt wie gedacht die Hälfte. Am ärgerlichsten aber war die Ausweglosigkeit aus dieser Situation. Wir hatten keine andere Wahl! Außer ohne Abendessen dort irgendwo zu schlafen, sich von Mücken zerstechen zu lassen mit der Hoffnung am nächsten Morgen auf andere Gesichter zu treffen oder zu laufen!
Es ging mal wieder nicht um viel Geld (100.000 Dong sind 5 Euro) aber eigentlich ging es nur darum! Die "reichen" Touris werden hier einfach nur abgezockt!
Wie immer kam auch hier die Frage: "Where are you from?" "Germany" "Ahh, Germany! Sooo much money! Vietnam: little money!"
 
Nach diesen anfänglichen Ärgernissen hatten wir dann aber doch eine schöne Zeit auf Cat Ba Island. Die Strände waren zwar nicht so der Hit - sehr klein, für alles musste man bezahlen (Liegen, Stühle, Dusche, WC, Umkleide) und im Wasser schwamm ziemlich viel Müll. Der Nationalpark dagegen war sehr schön mit kühlem Dschungel und die Inselrundfahrt mit dem Moped hat Spaß gemacht! An Andreas Geburtstag waren wir zusammen mit zwei Dresdnern klettern und konnten uns so den teuren Guide sparen und bekamen die Anweisungen sogar auf deutsch ;-) Auch wenn die Arme und Fingerspitzen schnell wieder schlapp machten hat es trotzdem super viel Spaß gemacht!
 
Haiphong
Den geplanten Kajakausflug in der Halong Bay cancelten wir, da ich mit zwei zugequollenen Augen durch die Gegend lief und es auf der Insel keine Medizin für/gegen Bindehautentzündung gab. So fuhren wir mit dem Speedboot nach Haiphong, suchten dort das Krankenhaus der vietnamesisch-tschechischen Freundschaft auf, mir wurde einmal in die Augen geschaut, die Augen geputzt, uns 20 Euro für die Behandlung abgeknöpft und wir in die Apotheke geschleppt, wo wir vier verschiedene Medikamente kauften. Die Medizin googleten wir erstmal im nächsten Internetcafe und konnten alles mit Bindehautentzündung in Verbindung bringen. Meine Augen bessern sich, sie scheint zu helfen!
 
Ninh Binh
Nach dem Krankenhausaufenthalt gingen wir zurück um Busbahnhof und nahmen den nächsten Bus nach Ninh Binh, wo wir an einer Straßenecke raus gelassen wurden. Mal wieder ohne Plan ließen wir uns von zwei Motorbikes zu einem Hotel fahren, an dem stand "Wir sprechen deutsch" außen dran und die zwei Berliner vom Boot am Morgen saßen am Tisch.
Zwei Tage verbrachte wir in Ninh Binh: Am ersten Tag liehen wir uns ein Motorbike und machten eine nette Bootsfahrt zwischen Reisfeldern, Kalksteinfelsen und unter Höhlen hindurch -super schön. Außerdem krakselten wir auf einen Berg mit einer Statue und genossen die Aussicht. Am zweiten Tag fuhren wir zusammen mit den Berlinern in einem samt Fahrer gemieteten Auto in einen Nationalpark, schauten uns ein paar Affen an und machten eine nette Wanderung durch den Dschungel zu einem 1000 Jahre alten Baum. Auf dem Weg konnten wir viel Kleintier beobachten, frei lebende Affen sahen wir leider nicht.
 
Hue
Mit dem Nachtbus entflohen wir dem Taifun "Conson", dessen Auswirkungen noch in Ninh Binh zu spüren waren (Wind, Regen, Stromausfall), doch es ist mal wieder so warm, dass wir lieber im Internetcafe sitzen, als uns die Stadt anzugucken... Das machen wir dann morgen früh, bevor es weiter geht nach Saigon (24h Busfahrt - mal wieder) ...
 
 

 

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